„Menschen.Würde.Österreich“.
Starke Stimme – Gemeinsam Handeln.

Österreich braucht offensive und nachhaltige Maßnahmen in der Integrationsarbeit. Das zeigen zivilgesellschaftliche Initiativen, NGOs, zehntausende Einzelpersonen, Unternehmen uvm. durch ihr Engagement für geflüchtete Menschen Tag für Tag.  Die neue Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ will diesem Engagement mehr Sichtbarkeit und Gewicht im öffentlichen Diskurs geben.

Leben ist mehr als Überleben.

Menschen, die in Österreich um Asyl ansuchen oder Asyl erhalten haben, haben ein Recht auf menschenwürdige Lebensumstände, denn Leben ist mehr als Überleben. Ein Platz zum Schlafen, Essen und ein Dach über dem Kopf (plakativ gesagt: warm-satt-sauber) sind dafür zu wenig.

Zehntausende Menschen geben durch ihr Engagement ein Beispiel für gelebte Integration. Bereicherung entsteht sowohl in persönlichen Beziehungen durch menschliche Begegnung auf Augenhöhe als auch gesamtgesellschaftlich durch das Interesse an unbekannten Menschen, Kulturen und Traditionen. Die Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ hat das erste Ziel, die täglichen Leistungen und Verdienste der Zivilgesellschaft sichtbar zu machen.

Integration geht über den Einsatz für geflüchtete Menschen hinaus.

Die Bevölkerung in Österreich ist in den vergangenen 15 Jahren von 8,06 auf 8,8 Mio. Menschen gewachsen. Der Anteil der österreichischen Staatsbürger ist in diesem Zeitraum von 91% auf 84% gesunken, beträgt in absoluten Zahlen aber noch immer 7,4 Mio. Menschen. Die Zahl der nicht-österreichischen MitbürgerInnen hat sich von 730.000 auf knapp 1,4 Mio. verdoppelt. Im Durchschnitt hatte Österreich eine Netto-Zuwanderung zwischen 30.000 und 50.000 Menschen. Die Hälfte der zugewanderten Menschen stammt aus Ländern der EU. Ein Viertel stammt aus der Türkei, Serbien, Bosnien oder dem Kosovo.

Integration braucht einen ruhigen und sachlichen Diskurs, denn Zuwanderung ist der Normalzustand für Österreich und Integration geht über den Einsatz für geflüchtete Menschen hinaus. Österreich lebt seit Jahren in der Wirtschaft, in der Kultur und im Sport von der Vielfalt durch Zuwanderung. Integration ist daher selbstverständlich, notwendig und ein langfristiges Thema!

Durch Unterschrift der Allianz anschließen – Lösungskompetenz und Gestaltungswillen zeigen.

Wer sich für AsylwerberInnen, Asylberechtigte sowie sozial Benachteiligte einsetzt, ist eingeladen sich der Allianz anzuschließen – von Initiativen über Vereine, aber auch NGOs, Gemeinden, Unternehmen, Kultur- und Sportvereine sowie Einzelpersonen. Mit der Plattform sollen Akteure vernetzt, positive Integrationsprojekte präsentiert, Problemstellungen aufgezeigt und Lösungsansätze angeboten werden.

Österreichs  Zivilgesellschaft gestaltet Integration.

Integration braucht einen ruhigen und sachlichen Diskurs. Denn Zuwanderung ist der Normalzustand für Österreich und Integration geht über den Einsatz für geflüchtete Menschen hinaus. Österreich lebt seit Jahren in der Wirtschaft, in der Kultur und im Sport von der Vielfalt durch Zuwanderung. Integration ist daher selbstverständlich, notwendig und ein langfristiges Thema.

Die Zivilgesellschaft Österreichs engagiert sich seit dem starken Anwachsen der Flüchtlingsbewegung im Frühjahr 2015 besonders aktiv in der Begleitung und Unterstützung von Geflüchteten. Die Erfahrungen, die Helfende dabei machen, sind prägend. Das erworbene Wissen aus Begegnungen, Gesprächen und Erlebnissen mit Geflüchteten – grenzüberschreitend über Ethnie, Sprachen und Religion – ist die Basis von „Menschen.Würde.Österreich“. Schätzungen gehen von rund 500.000 Menschen aus, die sich aktuell für Geflüchtete engagieren. Eine Größenordnung, die weitgehend unbekannt ist, bzw. ausgeblendet wird – das soll sich durch die Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ ändern.

Die Zivilgesellschaft als Rückgrat der Integrationsarbeit.

Mit Ende Februar 2018 warten in Österreich rund 42.000 Geflüchtete auf den Ausgang ihres Asylverfahrens. Es gibt noch immer Menschen, die 2015 gekommen sind und keinen Bescheid haben. Es gibt auch Geflüchtete, die seit zwei Jahren auf das erste Interview warten. Was wir brauchen sind schnellere Verfahren, und Verfahren, die den rechtsstaatlichen Normen entsprechen. Die aktuellen Entscheidungen der zweiten Instanz nähren große Zweifel an der Qualität der ersten Instanz.

Kernerfahrungen der Freiwilligen in ganz Österreich betreffen auch strukturelle Defizite beim Zugang zu Deutschkursen und anderen Bildungsangeboten, Erfahrungen im Arbeitsmarkt durch Volontariate und gemeinnützige Arbeit, Integrationsangebote in Freizeit, Sport und Kultur.

Es geht darum Perspektiven für Geflüchtete zu schaffen, während diese auf die Entscheidung in ihrem Asylverfahren warten, so die Position von „Menschen.Würde.Österreich“.

Für jene, denen Asyl gewährt wurde und die in Österreich ein neues Kapitel ihres Lebens in Frieden und Freiheit schreiben wollen, sind Rahmenbedingungen wichtig, die es ihnen ermöglichen rasch auf eigenen Beinen zu stehen und ihr Leben zu gestalten. Dazu brauchen sie Unterstützung in der Absicherung von Wohnraum, Bildung und Arbeit