So schmeckt Afghanistan: Ghabeli Sabzi aus dem Namsa

So schmeckt Afghanistan: Ghabeli Sabzi aus dem Namsa

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Blogbeitrag Café Namsa 

Wenn Araber von Österreich sprechen, dann sagen sie „Namsa“, so heißt unser Land nämlich auf Arabisch. Es war auch eines jener Wörter, die Michaela Wohlfahrt 2015 lernte, als sie in ihrer Freizeit in einem Flüchtlingsquartier in Innsbruck aushalf. Wohlfahrt, die zuvor ihr Studium der internationale Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen hatte, schmiss ihren Job in einem Wirtschaftsunternehmen und gründete das Café Namsa in einer ruhigen Wohngegend der Stadt. Nun sammeln hier anerkannte Flüchtlinge aus Eritrea, Afghanistan, dem Irak und Äthiopien erste Erfahrungen in der Gastronomie. Die Flüchtlinge erhalten eine Barista-Ausbildung und Gastro-Schulungen und können so leichter einen Job finden – schließlich suchen gerade in Tirol Wirte verzweifelt nach Arbeitskräften. Gekocht wird im Namsa international – vom afghanischen Ghabeli Sabzi mit Kofta über Tiroler Kaspressknödel bis zum steirischen Kürbiskernaufstrich, einem Familienrezept von Wohlfahrts Mutter.

Ghabeli Sabzi mit Kofta

Rezept für vier Personen

Reis:
  • 400 g Basmatireis
  • 3 EL Berberitzen
  • Butter (Veganer nehmen Öl)
  • ½ Zwiebel
  • Nelken

Den Basmatireis waschen, bis das Wasser klar ist. Den Reis in einem Topf mit Butter anschwitzen und anschließend mit der doppelten Menge Wasser aufgießen. Fünf Nelken in die geschälte Zwiebelhälfte stecken und diese in den Reis legen. Berberitzen hinzufügen und leicht köcheln lassen, bis kein Wasser mehr im Topf ist.

Sabzi:
  • 1 Stück Porree, 3 Frühlingszwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen, 750 g Blattspinat
  • 1 TL gemahlene Koriandersamen
  • 1 kleiner Bund frisches Koriandergrün
  • Muskatnuss, schwarzer Pfeffer

Porree und Frühlingszwiebeln in Scheiben schneiden und in reichlich Rapsöl anschwitzen. Blattspinat beimengen und bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, Koriandergrün und gemahlene Koriandersamen hinzufügen.

Kofta:
  • 400 g Faschiertes (Lamm & Rind gemischt)
  • 1 Ei, 120 Semmelbrösel, ½ TL Salz
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • etwas frischer Koriander
  • 3 Knoblauchzehen, ½ TL Piment
  • 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
  • Muskatnuss,
  • Frühlingszwiebel
  • ca. 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 Knoblauchzehe

Faschiertes, Ei, Semmelbrösel, fein gehackte Zwiebel, Knoblauch und Gewürze vermengen und zu kleinen Kugeln formen. In einer großen Pfanne mit Öl von allen Seiten kurz anbraten. Grob geschnittene Frühlingszwiebel und eine Knoblauchzehe in die Pfanne dazugeben, kurz anbraten und anschließend mit Gemüsebrühe aufgießen. Alles bei geschlossenem Deckel ca. 20 min köcheln lassen.

Vegetariern und Veganern schmeckt das Sabzi ohne Kofta ausgezeichnet.