„So geht Integration“ – Zivilgesellschaftliches Vernetzungstreffen.

Am Samstag, 16. Juni 2018, lud die Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ zu einem Treffen von Freiwilligen aus zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie engagierten Einzelpersonen aus ganz Österreich in die VHS 15 ein, mit dem Ziel dieses Engagement stärker sichtbar zu machen und einen Raum für Erfahrungsaustausch anzubieten.

Zivilgesellschaftliche Initiativen und engagierte Einzelpersonen sind kompetent. Mit ihrem Engagement antworten sie auf strukturelle Defizite. Sie zeigen den positiven Gestaltungswillen, geben der humanitären Tradition Österreichs ein Gesicht und antworten damit auf Populismus und Ausgrenzung im öffentlichen Diskurs. „So geht Integration in Österreich“ war die Einladung erstmals nach der der starken Fluchtbewegung in einem gesamtösterreichischen Treffen, Erfahrungen zu bündeln und den Blick in die Zukunft zu richten.

Zahlen. Daten. Fakten.

Insgesamt haben 203 Personen am zivilgesellschaftlichen Vernetzungstreffen teilgenommen. Vertreten waren 93 Initiativen im Engagement für geflüchtete Menschen sowie 57 engagierte Einzelpersonen.

Die Verteilung der Bundesländer lautet wie folgt:

Wien: 81 TeilnehmerInnen

Niederösterreich: 83 TeilnehmerInnen

Burgenland: 3 TeilnehmerInnen

Salzburg: 5 TeilnehmerInnen

Oberösterreich: 8 TeilnehmerInnen

Steiermark: 16 TeilnehmerInnen

Kärnten: 4 TeilnehmerInnen

Tirol: 1 TeilnehmerIn

Vorarlberg: 2 TeilnehmerInnen

Das Team der Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ war vor Ort mit 6 Personen vertreten, 5 MitarbeiterInnen der VHS 15 haben uns über den Tag hinweg unterstützt. Zusätzlich haben uns an diesem Tag weitere 5 „Helping Hands“ freiwillig unterstützt – vielen herzlichen Dank!

Video-Grußbotschaft des Bundespräsidenten Dr. Alexander Van der Bellen

Die Arbeitsgruppen zu den Themen "Arbeit", "Asylrecht", "Bildung", "Wohnen" und "Zusammenleben"

Welche Themen beschäftigen/belasten Engagierte zu den Themen „Arbeit“, „Asylrecht“, „Bildung“, „Wohnen“ und „Zusammenleben“? Die Arbeitsgruppen boten Austausch zu Schwierigkeiten & Herausforderungen, mit denen Ehrenamtliche und engagierte Personen in ihrer Arbeit konfrontiert sind. Anschließend konnten diese Sorgen und Ängste an Menschenrechts-Akteur und Volksanwalt Dr. Günther Kräuter gerichtet werden (seine Antworten können Sie in seiner Rede weiter unten unter „Die RednerInnen“ anhören).

Zu den gleichen Themen und Herausforderungen wurden mut machende Geschichten erzählt und innerhalb der Arbeitsgruppe überlegt, wie diese in die eigene Arbeit integriert werden können.

Arbeit

Zentrale Herausforderungen

  1. Mangelberufe
  2. Abschiebung von Geflüchteten mit Arbeits- und Lehrverhältnissen oder sogar Selbstständigkeit
  3. Erschwernisse bei Zugang zum Arbeitsmarkt

Lösungsansätze

  1. Wirtschaft mit „ins Boot holen“. Mangelberufsliste erweitern. Regelmäßige Vernetzungstreffen der Wirtschaft zum Austausch und der Bewusstmachung von Bedarfen.
  2. Bleiberecht für Geflüchtete, die bereits in einem Arbeits- oder Lehrverhältnis oder sogar selbstständig sind.
  3. Grundsätzlich früherer Zugang zum Arbeitsmarkt. „Arbeit ist ein Menschenrecht.“

 

Asylrecht

Zentrale Herausforderungen

  1. Angemessene Standards und Unterversorgung in Grundversorgungsquartieren
  2. Mängel und Intransparenz in Verfahren – Asylbescheide gleichen „Lotteriespiel“
  3. Abschiebungen
  4. Unwissen bei Ehrenamtlichen

Lösungsansätze

  1. Regelmäßige Nachschau in Grundversorgungsquartieren
  2. Möglichkeit Beispielhaft bei laufenden Verfahren auf Mängel hinzuweisen. Aufzeigen von Verfahrensmängeln, die in Ausstellung von nicht nachvollziehbaren Begründungen und der zu langen Verfahrensdauer belegbar sind.
  3. Beispielhafte Verdeutlichung von strukturellen Defiziten in Asylverfahren
  4. Sicheres und rechtlich abgesichertes Informationsmaterial für Helfer und Ehrenamtliche

 

Bildung

Zentrale Herausforderungen

  1. erschwerter Zugang zu Bildung, Ausbildung und Pflichtschulabschluss
  2. Mangel an finanzielle Unterstützung von Bildungsangeboten
  3. Überlastung der Geflüchteten mit Schulsystem und Strukturen

Lösungsansätze

  1. Strukturierter Bildungs- und Ausbildungsweg von Beginn an. Zugang zu Pflichtschulabschluss. Motivation für Bildungsweg durch Bewusstseinsschaffung bei Geflüchteten.
  2. finanzielle Unterstützung diverser Bildungsangebote sowie Ersatz von Fahrtkosten und Unterstützung beim Kauf von Lehrbüchern
  3. Ausbau der Unterstützung von Sozialarbeitern und des Jugendcoaching-Systems (vor allem an den Brennpunktschulen)

 

Wohnen

Zentrale Herausforderungen

  1. Leistbares Wohnen
  2. Unterstützung für Vermieter
  3. „Positives Angstmanagement“
  4. Wohnraum in kleinen Gemeinden verbesserungswürdig

Lösungsansätze

  1. Vereine übernehmen Bürgschaften und Kautionen für Wohnungsmiete
  2. Schaffen von Sicherheiten und juristischer bzw. finanzieller Unterstützung für Vermieter. Stärkere, öffentlichkeitswirksame Einbindung von Vermietern durch Bauträger, Genossenschaften oder privat.
  3. Sorgen der Vermieter durch faktische Positivbeispiele entgegenwirken

 

Zusammenleben

Zentrale Herausforderungen

  1. Spaltung der Gesellschaft – „Parallelgesellschaft“
  2. Abschottung durch Sammelquartiere
  3. Negative Berichterstattung erschwert Zusammenleben
  4. Mangel an Ressourcen
  5. Mängel an Räumen für Begegnung

Lösungsansätze

  1. Begegnungen schaffen. Ängste abbauen.
  2. Kleine „Einheiten“ schaffen
  3. „Changing the Narrative“ – Verbreitung von Positivbeispielen der Integration
  4. Aktive Stärkung der Zivilgesellschaft, so dass Engagement ermöglicht und dazu ermutigt wird, so dass neue gemeinnütziger Vereine entstehen können.

 

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zum Nachhören:

Die RednerInnen

Dr. Günther Kräuter

Menschenrechts-Akteur & Volksanwalt

Die Arbeit der Zivilgesellschaft ist sehr schwierig geworden. Die Themen und Missstände, die in den Arbeitsgruppen des Vernetzungstreffens erarbeitet wurden, sind nicht überraschend, sondern allgegenwärtig. Im Bericht an das Parlament und die Landtage (Link) sind Missstände  in der Grundversorgung, Defizite in der psychiatrischen Betreuung, in der Begleitung von minderjährigen Geflüchteten etc. durch Einzelfälle bereits bekannt und werden von der Volksanwaltschaft berichtet.

„Es kann sich jeder Mensch bei uns beschweren, unabhängig von Alter und Wohnsitz, wenn er einen Missstand in der Verwaltung vermutet, befürchtet oder erlebt hat.“

 

Die Rede von Menschenrechts-Akteur und Volksanwalt Dr. Günther Kräuter anhören:

 

 

Kilian Kleinschmidt

Experte  – „Der Blick über Österreich hinaus. Internationale Trends/Einschätzungen/Perspektiven zu den Themen ‚Flucht und Integration‘ „

In allen Ländern ist es die Zivilgesellschaft, die sich am meisten für Geflüchtete und Vertriebene einsetzt. Die wenigsten, die sich aus Verzweiflung in Bewegung setzen, werden von staatlichen Stellen unterstützt. Das waren immer wir, die Menschen, die anderen Menschen geholfen haben. Es liegt an uns. Wir dürfen nicht verzagen und dürfen das nicht aufgeben.

„Ohne Migration würden wir in Höhlen wohnen. Doch „Migration“ ist zu einem Schimpfwort geworden, „Flucht“ gerade noch geduldet. Wir werden im Grunde kriminalisiert in dieser Welt und zwar diejenigen, die sich dafür einsetzen, die Opfer von Vertreibung zu schützen und zu unterstützen. Und das muss aufhören, denn die Fluchtbewegung hat lediglich die Schwächen unserer Gesellschaft aufgezeigt.“

 

Die Rede von Kilian Kleinschmidt – Experte zum Thema „Flucht und Integration“ – anhören:

 

 

Michael Ludwig

Bürgermeister Wien

Die Stadt Wien hat eine sehr lange Tradition in der Begleitung von geflüchteten Menschen. Diese Erfahrungen haben uns sehr geholfen, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die aktuelle Fluchtbewegung bewältigen zu können. Integration ist für uns alle eine große Herausforderung und ein Thema, dass uns in allen Städten Österreichs sehr stark fordert.

„Integration ist nicht nur ein Thema, das sehr stark emotionalisiert, sondern auch zu politischen Veränderungen führt. Deshalb ist es ganz wichtig, bei dem bedeutsamen politischen Thema „Integration“ die Schritte so zu setzen, dass man die Bevölkerung auch mitnimmt. Vieles ist von der Zivilgesellschaft zu lösen, manches wird aber nur politisch zu lösen sein und es ist auch eine Frage, inwieweit sich die Zivilgesellschaft bei politischen Entscheidungen mit einbringt. Zivilgesellschaftliches Engagement ist wichtig und notwendig, aber es ist auch notwendig politische Entscheidungen zu treffen.“

 

Die Rede von Bürgermeister Michael Ludwig anhören:

 

 

Dr. Christian Konrad

Initiator Allianz „Menschen.Würde.Österreich“

Es gibt in Österreich unglaublich viele Menschen, die ein Herz haben, Humanität leben und sich um Schutzbedürftige tatkräftig und mit konkreter Arbeit annehmen. Integration und menschenwürdiges Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben kann nicht in der Masse passieren, sondern nur in kleineren Gruppen funktionieren.

„Ohne euch wäre es noch viel schlimmer. Ich entschuldige mich bei euch, denn ich werde angesprochen und bekomme gesagt „Super, was du da machst!“. Meine Antwort lautet dann „Ja eh, und was machst du?“. Denn jeder kann für unsere Gesellschaft einen Beitrag leisten, jede/r in seinen/ihren Möglichkeiten. Dieses Land kann viel. Wir alle können viel. Wir müssen nur wollen. Und ich bitte euch: wollt weiter!“

 

Die Rede von Dr. Christian Konrad – Initiator der Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ – anhören:

 

 

Doraja Eberle

Gründerin „Bauern helfen Bauern – Salzburg“ – „Unser Tun ist Ermutigung“

Doraja Eberle erzählt in ihrer bewegenden und ermutigenden Rede, dass sie im Leben immer für etwas sein will und nicht dagegen und, dass Geben sie nie ärmer gemacht hat. Keinen einzigen Tag.

„Auf Knien sollte man empfangen, aufrecht stehend sollten wir den Menschen etwas geben – und das wünsche ich mir von uns. Ich habe unendlich viel gelernt in den letzten Jahren, aber vielleicht könnten wir diese gemeinsame Revolution der Menschlichkeit und auch der Achtung vor der menschlichen Würde eines jeden gemeinsam auf die Beine stellen .“

 

Die Rede von Doraja Eberle anhören:

Best Practice

Ausgewählte Initiativen präsentierten stellvertretend zu den Themen „Wohnen“, „Arbeit“, „Bildung“, „Zusammenleben“ ihre Arbeit und Erfolgsgeschichte. Es gab Raum für Austausch und gegenseitige Bereicherung. Außerdem boten „Asylkoordination“ und „Asyl in Not“  Expertise zu relevanten/aktuellen Rechtsthemen an.

Bei Fragen können Sie sich gerne jederzeit mit der Initiative Ihres Interesses in Verbindung setzen. Die Kontaktdaten finden Sie unter der jeweiligen Beschreibung der Initiative. Gerne hilft Ihnen das Team von „Menschen.Würde.Österreich“ beim „Brücken bauen“ unter office@mwoe.at auch persönlich weiter.

 

ARBEIT

More than one perspective

More than one perspecticve ist ein Social Business, welches das Potential von Integration aufzeigen und die Vorteile von Diversität erlebbar machen will. Deshalb arbeitet die Initiative mit gut qualifizierten Geflüchteten und Unternehmen zusammen um unsere Mission Realität werden zu lassen. Geflüchtete AkademikerInnen bereiten sich mit dem Associate Programm in 200 Stunden Training auf den Jobeinstieg vor. More than one perspective begleitet Unternehmen und Associates bis über den Jobeinstieg hinaus. Dort werden Sie zu Vorbildern von gelebter Integration.

Website: www.mtop.at
Kontakt: kontakt@mtop.at

 

 

Conclusio

Die Ziele des Conclusio-Vereins sind die Vermittlung von Arbeitseinsätzen für Asylwerber/innen – insbesondere im Bereich des Ehrenamtes, die Eröffnung von gemeinwohlorientieren Arbeitsfeldern, die auch bisher nicht gewerblich besetzt waren, die Förderung der Nachbarschaftshilfe, die Integration durch konkrete Zusammenarbeit, denn gemeinsame (ehrenamtliche) Arbeit verbindet, schafft Vertrauen und Anerkennung sowie den Aufbau von Patenschaften zwischen Einheimischen und Geflüchteten zur Unterstützung  bei der sozialen Integration, bei der Arbeits- und Wohnungssuche.

Website: www.spes.co.at/bildung-beratung/angebote/conclusio/
E-Mail: office@spes.co.at

 

 

BILDUNG

PROSA – Projekt Schule für alle (Verein „Vielmehr für alle!“)

Im Rahmen des Vereinsbereichs PROSA – Projekt Schule für Alle! werden Basisbildungs- und Pflichtschulabschlusskurse für die Zielgruppe junger Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung konzipiert und abgehalten. Die Bildungstätigkeit findet im Dreieck von Sozialarbeit – Unterricht – sozialer Inklusionsarbeit/Nachbarschaftsarbeit statt. Diese Konzeption verstehen sich als PROSA-Prinzipien. Flucht ist eine emotional belastende Erfahrung und braucht eigene Räume zur Bearbeitung. Sozialarbeit, die direkt am Lernort wirkt, ermöglicht den emotionalen und sozialen Folgen der Flucht einen Platz zu geben, damit Lernen gelingen kann und individuelle Vertrauenspersonen, Buddys, stehen als Bezugspersonen zur Verfügung.

Website: www.prosa-schule.org
Kontakt: prosa@vielmehr.at

 

 

Connect Mödling

Connect Mödling hat sich im Herbst 2015 als Netzwerk von Freiwilligen zur Integration von Flüchtlingen im Raum Mödling gegründet. Und der Verein blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück. Seit der Gründung im Herbst 2015 wurden bis Jänner 2018 allein in der Gruppe „Bildung und Sprache“ über 4.000 Unterrichtsstunden ehrenamtlich geleistet. 60 Freiwillige halfen den hier ansässigen Flüchtlingen dabei zu über 100 ÖSD-Sprachzertifikaten verschiedener Niveaus.

Website: www.connectmoedling.at
Kontakt: hilfe@connectmoedling.at

 

 

WOHNEN

Flüchtlinge Willkommen (Verein „Vielmehr für alle!“)

Flüchtlinge Willkommen Österreich bietet Flüchtlingen die Möglichkeit, niederschwellig Wohnraum inmitten der Gesellschaft zu erhalten. Räumliche Isolation und Segregation in Massenquartieren verzögern und verhindern den Prozess der Integration. Wohngemeinschaften und Privathaushalte verfügen über Wohnraumkapazitäten, die mithilfe von Flüchtlinge Willkommen Österreich an geflüchtete Menschen vermittelt werden. Der individuelle Kontakt auf Augenhöhe und das Teilen eines gemeinsamen Wohnalltags ermöglichen auf niederschwellige und nachhaltige Weise Integration und ein solidarisches Zusammenleben.

Website: www.fluechtlinge-willkommen.at
Kontakt: hallo@fluechtlinge-willkommen.at

 

ZUSAMMENLEBEN

Garten der Begegnung

 Der Garten der Begegnung ist ein öko-soziales Landwirtschaftsprojekt, in dem Interessierte, TraiskirchnerInnen, SchülerInnen, Asylsuchende gemeinsam Obst und Gemüse ökologisch anbauen und verarbeiten. Der Garten ist ein Ort, der für alle offen ist. Hier kann man einander kennenlernen, sich austauschen und an der frischen Luft einer sinnvollen und gesunden Tätigkeit nachgehen und dabei viel voneinander lernen.

Website: www.gartenderbegegnung.at
Kontakt: office@atelier7.at

 

 

Fremde werden Freunde

Fremde werden Freunde ist eine Initiative zur gesellschaftlichen Inklusion mit Menschen, denen Miteinander wichtig ist. Gemeinsam wird sozialer Zusammenhalt gestärkt und zivilgesellschaftliches Engagement gefördert. Unternehmungen und Aktivitäten werden gemeinsam gemacht, weil so aus Fremden Freunde werden. Menschen, aus den unterschiedlichsten Kontexten, treten im Rahmen von Fremde werden Freunde in Kontakt miteinander. Wissen wird ausgetauscht, Horizonte werden erweitert und Potenziale können sich entfalten. Das stärkt Einzelne und es stärkt nachhaltig unsere Gesellschaft.

Website: www.fremdewerdenfreunde.at
Kontakt: hallo@fremdewerdenfreunde.at

 

 

House of Hope

Im House of Hope gibt es Räume, die verschiedensten Institutionen zur Verfügung gestellt werden sowie ausreichend Gartenflächen zum Bebauen. Der Social Bazar finden Geflüchtete vieles, das sie für einen neuen Start in Wien brauchen: Kleidung, Handtücher, Bettwäsche, Kinderwägen, Spielzeug, Geschirr, kleinen Hausrat und vieles mehr. Außerdem findet man Möbel, um Geflüchtete beim Einrichten ihrer Wohnungen unterstützen zu können. Sachspenden werden während der Öffnungszeiten (Mittwoch 16:00-18:00 Uhr, Sonntag 11:00-14:00 Uhr) gerne entgegen genommen.

Website: www.trainofhope.at
Kontakt: info@trainofhope.at

 

 

ZusammenHelfen in Oberösterreich

Die Initiative fungiert als Anlaufstelle für Engagierte und Interessierte rund um das Thema „Gemeinsam für geflüchtete Menschen“ und richtet sich vorrangig an freiwillige HelferInnen und Initiativen. Ein Schwerpunkt von „ZusammenHelfen in Oberösterreich“ ist die Vernetzung der freiwillig Engagierten im Bereich der Flüchtlingshilfe. Neben der Online-Plattform zusammenhelfen.ooe.gv.at und der Facebook-Seite www.facebook.com/zusammenhelfen, werden auch ein Info-Telefon und eine Info-Mail-Adresse betreut sowie Konferenzen und Events veranstaltet, um die freiwillig Engagierten zu unterstützen und den oberösterreichweiten Austausch zu fördern.

Website: www.zusammen-helfen.at
Kontakt: zusammenhelfen@ooe.gv.at

 

 

Regionalkoordination Vorarlberg

Das Bundesland Vorarlberg zählt zu den Best-Practice-Beispielen Österreichs in der Integrationsarbeit. In 9 Gemeinden des Vorderlandes haben 250 Bleibeberechtigte und Asylwerber ein neues Zuhause gefunden (Stand Dezember 2016). Großquartiere gibt es keine. Im Haus Batschuns sind ca. 25 Personen untergebracht, alle anderen Wohnungen sind kleiner. Das Zusammenleben in den Gemeinden funktioniert sehr gut. Rund 50 Ehrenamtliche sind täglich im Einsatz und engagieren sich mit und für Flüchtlinge die Herausforderungen des Asylverfahrens und des Alltags zu meistern. Der Spracherwerb, die Wohnungs- und Arbeitssuche sind die großen Herausforderung der nahen Zukunft.

Website: www.vorderland.com/integration
Kontakt: margot.pires@vorderland.com

 

 

Unser Bruck hilft

Unser Bruck hilft ist eine überparteiliche Gemeinschaft deren Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Die Tätigkeiten umfassen die Betreuung von AslywerberInnen und Asylberechtigten, die in der Stadt Bruck bzw. Wilfleinsdorf (bezogen auf das Gebiet der Katastralgemeinde) wohnhaft sind, die Förderung der Kommunikation und des sozialen Lebens zwischen den BürgerInnen der Stadt und den AsylwerberInnen und Asylberechtigten, sowie die Unterstützung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, unverschuldet in Not
geratene, chronisch kranke, alte oder bedürftige NÖ Landesbürger, die vornehmlich in
der Stadtgemeinde Bruck an der Leitha ihren Hauptwohnsitz haben.

Website: www.unserbruckhilft.at
Kontakt: info@unserbruckhilft.at

 

 

Respekt.net

Der Verein Respekt.net ist ein überparteilicher Zusammenschluss von politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die gesellschaftspolitisches Engagement erleichtern wollen. Für eine funktionierende Demokratie braucht es politisches Engagement in breiter Form. Der Verein Respekt.net entwickelt neue innovative Konzepte, um eine Teilnahme am politischen Prozess zu fördern und für alle zu ermöglichen.

Website: www.respekt.net
Kontakt: office@respekt.net

 

 

ASYLRECHT

Asylkoordination Österreich

Um wichtige Inhalte aus dem Bereich des Asylwesens in übersichtlicher und allgemein verständlicher Form zur Verfügung zu stellen, gibt die Asylkoordination Österreich seit 2016 unter dem Titel „Asyl-KOORDINATEN“ eine Reihe von Informationsblättern heraus.
Die Inhalte werden laufend überarbeitet. Die Initiative bietet Workshops, Rollenspiele, Seminare und Vorträge zum Thema Rassismus, Diskriminierung, Asyl und Migration an.
Jugendliche Geflüchtete haben spezifische Bedürfnisse und Rechte für die sich die Asylkoordination einsetzt. Außerdem ist die Initiative Mitglied verschiedener europäischer Netzwerke, die sich für die Rechte von Geflüchteten und MigrantInnen und gegen Rassismus engagieren.

Website: www.asyl.at
Kontakt: asylkoordination@asyl.at 

 

 

Asyl in Not

Asyl in Not kämpft für die Wahrung der Menschenrechte und für die Wiederherstellung des Rechts auf Asyl. Die Initiative versteht sich als politische Bewegung: sie verbindet konkrete rechtliche und soziale Hilfe im Einzelfall mit dem politischen Angriff auf ein ungerechtes System, dabei steht sie parteiisch auf der Seite der Flüchtlinge, deren Menschenrechte von Behörden dieses Landes immer wieder gebrochen werden.

Website: www.asyl-in-not.org
Kontakt: office@asyl-in-not.org (allgemein) 
rechtsberatung@asyl-in-not.org (rechtliche Fragen)

Abschlusserklärung zum zivilgesellschaftlichen Vernetzungstreffen

Die TeilnehmerInnen stellen abschließend fest:

Integration ist selbstverständlich und notwendig.

Integration braucht einen ruhigen und sachlichen Diskurs sowie offensive und nachhaltige Maßnahmen, denn Zuwanderung ist der Normalzustand für Österreich. Integration geht über den Einsatz für geflüchtete Menschen hinaus. Österreich lebt seit Jahren in der Wirtschaft, in der Kultur und im Sport von der Vielfalt durch Zuwanderung. Integration ist daher selbstverständlich, notwendig und ein langfristiges Thema.

Wir engagieren uns oft schon seit dem starken Anwachsen der Flüchtlingsbewegung im Frühjahr 2015 besonders aktiv in der Begleitung und Unterstützung von Geflüchteten. Die Erfahrungen, die wir dabei machen, sind prägend.

Wir sind davon überzeugt, dass wird dann der humanitären Tradition unseres Landes entsprechen, wenn wir mit Menschen, die als Geflüchtete zu uns kommen ordentlich umgehen.

Das schließt ein, dass bereits während des Wartens auf die Entscheidung im Asylverfahren Perspektiven für Geflüchtete geschaffen werden müssen.

Für jene, denen Asyl gewährt wurde und die in Österreich ein neues Kapitel ihres Lebens in Frieden und Freiheit schreiben wollen, sind uns Rahmenbedingungen wichtig, die es ihnen ermöglichen rasch auf eigenen Beinen zu stehen und ihr Leben zu gestalten. Dazu brauchen sie Unterstützung in der Absicherung von Wohnraum, Bildung und Arbeit.

Wir wollen eine Revolution der Menschlichkeit!

Denn „Weiter denken WÜRDE helfen“ aber auch „Mehr Herz WÜRDE helfen!“.

 

Sollten Sie Interesse an Buttons und/oder Postkarten mit unseren Slogans „Mehr Herz. Würde helfen.“ und „Weiter denken. Würde helfen“ haben, schicken Sie uns gerne ein E-Mail mit der gewünschten Stückzahl sowie der Versandadresse an office@mwoe.at.

Wie geht es weiter? Next steps.

Meinungsumfrage SORA – Befragung zivilgesellschaftlicher Initiativen bzw. engagierter Personen sowie BürgermeisterInnen Österreichs

Im Jahr 2016 führten wir als Verein „Österreich Hilfsbereit“ (dem Trägerverein für unsere Arbeit als Flüchtlingskoordinatoren) gemeinsam mit dem Gemeindebund eine Befragung unter allen österreichischen BürgermeisterInnen zum Thema Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten in Österreichs Gemeinden durch.

Aktuell führen wir erneut eine Studie gemeinsam mit dem sozialwissenschaftlichen Institut SORA durch. Diesmal werden aber nicht nur die BürgermeisterInnen befragt, sondern wir erweitern die Studie um die wichtige Sichtweise der österreichischen Zivilgesellschaft.

Ziel der Studie ist die Erhebung der aktuellen Themen und Herausforderungen in der Betreuung von Geflüchteten, damit wir uns in weiterer Folge für die richtigen Maßnahmen zur Verbesserungen einsetzen können. Von besonderer Bedeutung ist uns dabei die Sicht aus praktischer Erfahrung als engagierte Einzelperson, Initiative, Organisation,​ Verein, Pfarre, Freundeskreis, etc. .

Die Ergebnisse zur Befragung werden in den nächsten Wochen auf www.mwoe.at präsentiert.

 

ExpertInnen Dialog zum Thema „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ mit Fokus auf die Themen „Lehrlinge“, „Frauen“ und „(Weiter)-Qualifizierung in Sprache und Kompetenzen“

Mit dem ExpertInnen Dialog „Arbeit“ will die Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ Erfahrungen aus zivilgesellschaftlicher und wirtschaftlicher Praxis, Verwaltung, Politik und Wissenschaft bündeln.
Das Ziel ist es, einen substantiellen Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen in den österreichischen Arbeitsmarkt zu leisten.
Was braucht es um eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen? Ein inhaltlicher Fokus wird auf die Themen „Lehrlinge“, „Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt“ sowie „(Weiter)Qualifizierung in Sprache und Kompetenzen“ gelegt und mit Fachexperten diskutiert.

Der ExpertInnen Dialog „Arbeit“ fand am 28.Juni 2018 statt. Ein erste Zusammenfassung der daraus resultierenden Erkenntnisse folgt bald.

 

ExpertInnen Dialog zum Thema „Qualität der Asylverfahren“ 

Aufgrund der großen Nachfrage bei den Arbeitskreisen zum Thema „Asylrecht“ bei unserem zivilgesellschaftlichen Vernetzungstreffen planen wir für den Herbst einen ExpertInnen Dialog zum Thema „Qualität der Asylverfahren“.

Nähere Informationen folgen.

 

Zivilgesellschaftliches Vernetzungstreffen – Winter Edition

Aufgrund des Erfolgs unseres zivilgesellschaftlichen Vernetzungstreffens haben wir bereits mit der Planung für das nächste Event begonnen und freuen uns bald mehr verraten zu dürfen.

Fotos

Die Fotos dürfen gerne unter Angabe des richtigen Copyrights weiterverwendet werden.

Copyright Fotos: Abdullah Mohammed, Franz Witzmann, „Menschen.Würde.Österreich“ (siehe jeweilige Bildbeschriftung der Foto-Datei nach Abspeichern auf dem Computer)