Normalerweise kommt zuerst die Idee und dann die Finanzierung. Bei „Sports with Refugees“ war es genau umgekehrt: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) stellte über alle Olympiazentren Geld für Sportprojekte mit Flüchtlingen zur Verfügung. Für Kärnten übernahm der erfahrene Sportpsychologe, Referent und Coach Robert Korb die Leitung. Doch obwohl Geld vorhanden war, sei das Projekt nur schleppend in die Gänge gekommen, erzählt er.

„Viele Sportvereine waren anfangs äußerst zurückhaltend“, sagt Korb. Fragebögen, durch die er erfahren wollte, welche Sportarten die Asylwerber bereits kannten oder was sie gern ausprobieren würden, seien teils nicht weitergegeben worden. Nur schwer habe er Zugang zu Sportplätzen und -hallen bekommen („Wer putzt hinterher?“, hieß es). Manch ein Fußballverein habe sich sogar zerstritten, weil ein Teil der Mitglieder Asylwerber aufnehmen wollte, ein anderer Teil nicht. Die letzten zweieinhalb Jahre haben aber auch gezeigt, dass sich Hartnäckigkeit bewährt.

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