Fremde werden Freunde – eine Initiative für respektvolle Integration.

Fremde werden Freunde – eine Initiative für respektvolle Integration.

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Im Herbst 2015 hat eine tolle Gruppe an engagierten Menschen die Initiative „Fremde werden Freunde“ ins Leben gerufen. Ziel war es, Geflüchtete mit Wienerinnen und Wienern bei unterschiedlichsten Aktivitäten zusammenzubringen, ein Miteinander zu schaffen, Inklusion zu leben und einander einfach ein wenig besser kennenzulernen. Heute kann man sagen: das Projekt ist erfolgreich geglückt, denn sehr viele Menschen sind mittlerweile ein Teil von Fremde werden Freunde und stellen Geld, Raum, Kontakte, Waren, Eintrittskarten, Know-how oder einfach Zeit zur Verfügung. Sie tragen damit einen wesentlichen Teil zu diesem Projekt bei.

Eine Vielzahl an Projekten und Aktivitäten.

Mittlerweile leitet Hamada aus dem Irak die wöchentliche Tischtennisgruppe, Ahmed aus Syrien veranstaltet Wanderungen in und rund um Wien, Martin aus Wien organisiert jeden Donnerstag eine Schachgruppe, es gibt einen Chor, Kochgruppen, Lauftraining, Nähgruppen, Yoga, Spielenachmittage, gemeinsam organisierte Kuchenstände, Museumsausflüge und vieles mehr. „Die Gruppen wachsen stetig und Aktivitäten kommen hinzu, wenn Menschen zu uns finden und Lust haben, sich zu engagieren. Jede und jeder so wie sie oder er will und kann. Herr Bolena beispielsweise engagiert sich, indem er uns jeden Freitag drei Stunden lang seine Tischtennishalle zur Verfügung stellt. Helmut ist ein begeisterter Läufer und lädt jeden Mittwoch Abend dazu ein, mit ihm durch den Prater zu laufen. Ein großartiges Engagement, das all diese Menschen zeigen“, erzählt Ina Pervan-Al Soqauer, die Gründerin von Fremde werden Freunde.

Dreh- und Angelpunkt des lebendigen Netzwerks ist der „Freunde Salon“ für Miteinander und Zivilgesellschaft. Er soll ein Ort der Begegnung sein, an dem sich Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft auf Augenhöhe begegnen und so neue Ideen und Projekte entstehen können. Der Salon befindet sich in der Garnisongasse 11 im 9. Bezirk und ist mittlerweile ein besonderer Meilenstein in der Geschichte von Fremde werden Freunde.

Weil Miteinander wichtig ist.

Aus den ersten Begegnungen im Jahr 2015 sind bereits eine Vielzahl an Freundschaften entstanden und diese Freundschaften verändern. Fremde werden Freunde sind Engagierte, denen das Miteinander wichtig ist, denn sie bringen Menschen unterschiedlichster Lebenswelten an unzähligen Orten zusammen. Sie sind unter anderem leitende ManagerInnen, UnternehmerInnen, Studierende – in aller erster Linie aber Menschen, die Initiative ergreifen, ihre Ideen und Netzwerke einbringen, Aufgaben übernehmen und Aktivitäten starten. Sie wandern, musizieren, laufen, nähen, kochen, diskutieren und organisieren, weil so aus Fremden Freunde werden. Ihr Tun stärkt und fördert Potentiale von Menschen und ihr zivilgesellschaftliches Engagement.

„Fremde werden Freunde ist viel mehr als nur ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten. Da ist Empowerment, gesellschaftliche Teilhabe, Inklusion, Lernen, Bewegung, psychische Entlastung, Freude und damit Potentialentfaltung. Und da ist vor allem viel Miteinander“, so Ina Pervan-Al Soqauer. Für dieses Miteinander hat Fremde werden Freunde als junge Organisation auf verschiedenen Ebenen bereits Anerkennung und Wertschätzung erhalten, denn sie sind Preisträger der Austria16 als „Österreicher des Jahres für humanitäres Engagement“ der Tageszeitung Presse und des Guten Preises der Diakonie.

Das Allerwichtigste ist jedoch – neben zivilgesellschaftlichem Engagement, Miteinander, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Inklusion – die Freude und der Spaß. Spannende Menschen begegnen sich und Neues entsteht. Es ist konstruktiv und das macht Freude. Und Freude ist wichtig, vor allem in Zeiten wie diesen. Für jede und jeden.

 

Alle Bilder (c) Fremde werden Freunde