Der Ball rollt jeden Mittwoch in Batschuns in Zwischenwasser, einer kleinen Gemeinde knapp elf Kilometer nördlich der Ortschaft Feldkirch in Vorarlberg. Batschuns hat es sich zur Aufgabe gemacht, Einheimische und Asylwerber über den Sport zusammen zu bringen. Aus einem zufälligen „Aushelfen“ durch Geflüchtete beim Fußballverein Zwischenwasser, wurde ein regelmäßiger gemeinsamer Spieltermin. Man teilt sich nicht nur den Sportplatz und die Kabine, sondern vor allem die Leidenschaft am Fußball selbst. Sport, speziell Fußball, war für die geflüchteten jungen Männer bereits in ihrer Heimat ein großes Thema. Nahezu alle von ihnen kennen die Stars aus Barcelona oder Real Madrid und sehen sie als große Vorbilder.

Die ursprüngliche Mannschaft von Spielern der Gemeinde Zwischenwasser schrumpfte über die Jahre stetig. Umso erleichterter waren alle Beteiligten des Vereins, dass das Team mit neuen Spielern aus der Flüchtlingsunterkunft der Caritas in Batschuns verstärkt werden konnte. Viele der jungen Nachwuchsspieler sind trickreiche und flinke Fußballer und eine wahre Bereicherung für die Mannschaft. Die jungen Geflüchteten stammen alle aus Afghanistan, holen derzeit den Hauptschulabschluss nach und haben zum Teil auch schon ein abgeschlossenes Asylverfahren hinter sich. Durch den regelmäßigen Umgang mit Einheimischen aus Batschuns sprechen die jungen Männer außerdem schon recht gut Deutsch. Doch was den einheimischen Spielern viel mehr imponierte, war der zwischenmenschliche, faire Umgang miteinander, während den Spielen und auch über den Fußballplatz hinaus.

Der Fußballverein Zwischenwasser zeigt, wie ein unkompliziertes Miteinander über eine gemeinsame Aktivität funktionieren kann. So einfach kann gelebte Integration sein.

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