“Wehrt euch!“ stand in dem Facebook-Aufruf der „Bürgerinitiative für ein asylantenfreies Almenland“, ins Netz gestellt von einem anonymen Nutzer, versehen mit zahlreichen „Gefällt mir“-Angaben. Schon am Tag zuvor hatten Gäste im örtlichen Kaffeehaus der jungen Mutter Katharina Tobinger zugeraunt, dass Asylwerber in den Ort kommen sollen, ins oststeirische Passail. „Dann kannst du mit deinen zwei Kindern nicht einmal mehr spazieren gehen“, warnte man sie. Viel zu gefährlich!

Katharina hatte zuvor noch nie etwas mit geflüchteten Menschen zu tun gehabt, aber einen solchen Aufruf wollte die damals 24-Jährige nicht einfach so stehen lassen. Kurzerhand legten sie und ein paar Mitstreiter die Seite „Miteinand’ im Almenland“ an, holten Gemeinde, Pfarre und Caritas an ihre Seite. Wobei der ÖVP-Bürgermeister im Frühling 2015 abgewählt wurde: Viele Bürger machten ihn dafür verantwortlich, dass Passail Geflüchtete zugeteilt bekam.

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